Zitronenmelisse

Zitronenmelisse wirkt auf unseren Organismus nicht nur belebend, nervenstärkend und krampflösend, sondern ist auch magenfreundlich und leberanregend und hilft zudem dem Körper, Kalium aufzunehmen. Die Blätter können zur Förderung der Verdauung im Salat oder im Kräuterquark verspeist werden; auch in Süßspeisen oder Gelees zur Verfeinerung des Aromas. Bereits im 11. Jh kam die Melisse aus Arabien in unsere Klostergärten und schon 1611 entwickelten Nonnen den weltberühmten Melissengeist der schließlich von einer ehemaligen Carmel-Nonne 1826 als Klosterfrau Melissengeist in Köln vermarktet wurde.  

Zitronenmelisse-Tee

3 TL zerkleinerte Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 12 Minuten abgedeckt ziehen lassenziehen und dass abseihen. Als Kur gegen Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen 3 Tassen tägl. trinken, aber nicht länger als 4 Wochen.

Zitronenmelisse-Essig

Ein Glasgefäß (am besten ein Einmachglas mit großer Öffnung) zu 1/3  bis zur Hälfte mit geschnittenen Stängeln und Blättern füllen. Essig (naturtrüber Apfelessig oder Balsamico) leicht erwärmen und zugießen bis das Kraut gut bedeckt ist (Platz zum Schütteln lassen). Glasgefäß verschließen und an einen sonnigen Platz stellen; Täglich  schütteln !!!!! Dann abseihen und in  eine Flasche füllen.

Melissengeist

6-7 EßL frische Blätter grob schneiden, 2 EßL Anissamen im Mörser zerstoßen, 2 EßL Engelwurz und 2-3  Gewürznelken und die Schale von einer unbehandelten Zitrone mischen in ein Schraubglas geben. Mit 500 ml Wodka (37 %) auffüllen und das Glas verschließen; hell und warm stellen und täglich schütteln. Nach 4 Wochen in eine dunkle Flasche abseihen und mindestens 10 Wochen ruhen lassen. Dann 1-2mal täglich bis zu 20 Tropfen einnehmen.

Melissenöl zur Hautpflege

Ein Schraubglas zu einem Drittel mit frisch geschnittenen Melissenblättern anfüllen, dann mit Jojoba- oder MandelÖl auffüllen, bis das Glas zu 2 Dritteln gefüllt ist. Die Blätter müssen gut mit Öl bedeckt sein. 6 Wochen an einen warmen Platz stellen und jeden Tag schütteln (den Deckel die ersten Tage geöffnet lassen um Schimmel zu verhindern). Danach das Öl in eine dunkle Flasche durch ein Mulltuch abseihen.

 

Frauenmantel

Seit dem Christentum wurde der Frauenmantel der Jungfrau Maria geweiht. Der typische Tautropfen wird an den Blatträndern von der Pflanze selbst ausgeschwitzt und hat  Alchemisten zu allerlei Experimenten verführt. Junge Blätter in den Sommersalat gemischt oder sehr fein gehackt mit Salz und Pfeffer in eine Packung Frischkäse untergemengt wirken magenstärkend, stopfend, blutreinigend und harntreibend. Für einen Tee werden 1 EßL feingeschnittener Blüten und Blätter mit 250ml siedendem Wasser übergossen, dann 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee wirkt blutreinigend und ist bei Krampfadern zu empfehlen; auch zur besseren Milchbildung und bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden.

Frauenmantel-Gesichtsmilch

1 Handvoll junge Blätter mit 200 ml Milch 20 Min kochen, abseihen und abkühlen lassen. Mehrmals täglich auftragen - die Gesichtsmilch soll Sommersprossen bleichen und der Haut einen sanften Schimmer verleihen.

Bei kleineren äußeren Wunden werden zerquetschte Blätter direkt aufgelegt; der Saft wirkt entzündungshemmend.
Paracelsus sagt: „Es gibt keine Wunde, die der Frauenmantel nicht heilen kann“.

 

Salbei

Salbei findet Verwendung als Küchengewürz bei Schweinefleisch, Lammfleisch und Fisch, sowie Tomatensoßen. Er wirkt magenstärkend, blähungswidrig, durchfallhemmend und galleanregend. Ganz besonders lecker schmeckt ein dunkles Brot mit Salbeibutter bestrichen. Salbeiblätter roh gekaut oder als starker Tee gegurgelt helfen bei Zahnfleischbluten oder Halsentzündungen. Hier wirkt der Salbei keimtötend, entzündungshemmend und wundheilend. Ein starker Tee wirkt bei Waschungen oder Fußbädern schweißhemmend.

Aus dem ebenfalls im Kräutergarten wachsenden Muskatellersalbei wird überwiegend ätherisches Öl zur Aromatherapie gewonnen.

Im 9.Jahrhundert schrieb Walahfrid Strabo, der Abt des Klosters Reichenau:
Leuchtend blühet Salbei ganz vorn am Eingang des Gartens,
süß von Geruch, voll wirkender Kräfte und heilsam zu trinken.
Manche Gebresten der Menschen zu heilen, erwies sie sich nützlich,
ewig in grünender Jugend zu stehn, hat sie dadurch verdienet.
Aber sie trägt verderblichen Zwist in sich selbst: denn der Blumen Nachwuchs, hemmt man ihn nicht,
vernichtet grausam den Stammtrieb, läßt in gierigem Neid die alten Zweige ersterben.

 

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