Johanniskraut

Das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist die Heilpflanze des Jahres 2019. Johanniskraut hat einen hohen Wirkungsgrad bei seelischen Verstimmungen, nervösen Erkrankungen und Depressionen. Da die Inhaltsstoffe bei regelmäßiger Einnahme zu erhöhter Lichtempfindlichkeit führen und gleichzeitig die Wirkungsweise anderer Medikamente beeinflussen können, sollten hier nur Apothekenprodukte unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

 

 

Rotöl

Gegen Sonnenbrand, trockener Haut, Muskelspannungen und Nervenschmerzen. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und beruhigend. Hierzu werden bei sonnigem Wetter die oberen Blüten, Blätter und Knospen abgezupft (rote Finger!!)und in ein Schraubglas gefüllt. Diese werden mit einem kaltgepressten Bio-Olivenöl übergossen, so dass das Öl gut einen Finger breit übersteht (zur schnelleren Abgabe des roten Farbstoffes kann man jetzt die Blüten im Glas mit einer Kräuterschere noch zerkleinern). Das Glas anfangs offen – später geschlossen ca. 6 Wochen in die Sonne stellen; jeden Tag schütteln, damit sich kein Schimmel bildet. Dann die krautigen Anteile mittels Trichter und Windelstoff abseihen. Das Rotöl in einer dunklen Flasche aufbewahren und fleißig verwenden.

Lavendel

Lavendel wirkt schlaffördernd, krampflösend, durchblutend, beruhigend und desinfizierend. Man kann ihn vielfältig einsetzen: als Marmelade, Tee, Essig oder als Gewürz für Grillfleisch, man kann Lavendelwasser - zum Beduften und zur besseren Durchblutung - herstellen; Lavendel eignet sich als Füllung für Schlafkräuterkissen und als Desinfektionsmittel zum Auswaschen von Schränken, als Tinktur für Brustwickel bei Reizhusten, und ein heißes Lavendelbad wirkt belebend.

Die beste Wirkung erzielt man mit Lavendelblüten, die gerade am Aufblühen sind (untere Blüten sollen geöffnet sein). Wir bringen das oftmals nicht über uns, nehmen wir doch damit den Bienen, Hummeln und anderen Insekten das ohnehin schon so seltene Futter weg. Deshalb stellen wir hier eine Verwendungsform vor, die auch mit verblühten Lavendelblüten noch als duftendes Geschenk oder aber als Mottenabwehr im Schrank eine gute Wirkung erzielt.

 

Das Lavendelstäbchen

Man braucht 7, 9, 11 (jedenfalls eine ungerade Anzahl) lange Lavendelstiele. Die Blätter werden abgestreift, die Stiele an den Blüten zusammen gefasst und mit einem Band fest abgebunden. Das kurze Bandende zwischen den Blüten verstecken, das andere Ende erst nach Fertigstellung abschneiden. Unterhalb der Bindung die Stiele vorsichtig über die Blüten biegen und gleichmäßig verteilen. (die Blüten sehen dann aus wie in einem Käfig). Nun beginnt das Flechten mit dem langen Band (rauf runter,rauf runter…). Das Band immer wieder fest anziehen und auf ein gleichmäßiges Bild achten. (Übung macht den Meister/die Meisterin).Sind alle Blütenrispen umwoben, wird das Band mit einer Schleife befestigt. Band abschneiden und an trockenen Ort hängen. Herausstehende Blüten hineinschieben oder abzupfen. Viel Spaß und viel Geduld! 

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